Maststall-Auslaufmodell für Seigertshausen?

Die ‚Bürgerinitiative Chattengau gegen Massentierhaltung‘ macht auf eine interessante Entwicklung beim Agrar-Konzern Plukon aufmerksam, den wir mit Zustimmung der BI gerne aufgreifen ( bi-chattengau.de ). Schließlich ist die Politik von Plukon für Seigertshausen von großer Bedeutung, da die Schlachtzentrale des Konzerns in Gudensberg letztlich auch Kooperationspartner der in unserem Dorf beantragten Mastanlage sein soll.

Es lohnt sich ausnahmsweise mal, auf www.plukon.de etwas zu stöbern.

Während hier in Nordhessen noch traditionelle Hähnchenmastanlagen geplant und gebaut werden, bricht Plukon in Holland schon zu neuen Ufern auf. Plukon fordert dort von seinen Lieferanten: Tierwohl, Offenstall mit verschiedenen Klimazonen, keine Masthybriden und sogar Bio. Und das Geschäft boomt. Man ist damit schon an der Produktionsgrenze.

Einige Bauern in Nordhessen investieren offensichtlich in ein Auslaufmodell. Oder fällt ihnen die Billig-Produktion für den Export zu? Immerhin wird deutsches Fleisch in über 100 Länder exportiert. Die Gefährdungen für Menschen, die Belastungen für Dörfer, die Schädigung unserer Umwelt und das Leid der Tiere verbleiben allerdings bei uns.

U.a. schreibt der Konzern Plukon in seinem Beitrag, er setze zunehmend auf BIO- und Freilandhaltung, wo ein hoher Gesundheitsstatus vorherrsche und über 99 % der Tiere ohne den Einsatz von Medikamenten aufwachsen. Auch  verbuche man im Hinblick auf den Tierschutz große Fortschritte. Die Plukon suche für alle Konzepte nach Geflügelhaltern, die auf eines dieser Geflügelhaltungssysteme überwechseln möchten.

Der vollständige Beitrag „Mit 500.000 artgerechter gehaltenen Hähnchen an der Produktionsgrenze“ findet sich auf der deutschen Internetseite der plukon food groop.