Schädliche Auswirklungen für Menschen und Umwelt müssen ausgeschlossen sein!

Auch in Seigertshausen ist offensichtlich der Bauantrag für eine industrielle Hähnchenmastanlage à la Plukon-Konzern noch nicht vom Tisch. In Zusammenhang des bei uns noch schwebenden Antragsverfahrens erscheint ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Schwerin interessant, über das der NDR, die ‚Süddeutsche Zeitung‘, die ‚Welt‘, das ‚Hamburger Abendblatt‘ und eine Vielzahl anderer Medien im Dezember 2017 berichten und das eine große Erleichterung nicht nur für die Menschen der Region um Wattmannshagen darstellt. Hier ein Auszug aus der hochinteressanten Begründung:

„Das Verwaltungsgericht Schwerin hat den Bau einer Hähnchenmastanlage in Wattmannshagen bei Teterow (Kreis Rostock) gestoppt. Die Richter gaben einer Klage der Umweltorganisation BUND statt und hoben die erteilte Baugenehmigung auf. Im Ergebnis der mündlichen Verhandlung sei festgestellt worden, dass die Genehmigung gegen die Betreiberpflicht verstoße, „Anlagen so zu errichten und zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen in Form von unzumutbaren Geruchsbelastungen ausgeschlossen sind“, hieß es zur Begründung. Die der Genehmigung durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg zugrunde gelegte Geruchsimmissionsprognose habe zwar nicht alle Emissionsquellen berücksichtigt, nach Ansicht der Richter aber belegt, dass Anwohner nicht hinnehmbaren Geruchsbelästigungen ausgesetzt sein würden …“ (Aktenzeichen: 7 A 92/16)“